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Abteilung Wasserspringen

 

Nach anfänglichen Pausenfüller während der Rheinland-Pfalz Meisterschaften der Schwimmer (1970-72) ist die 1970 gegründete Abteilung die erfolgreichste im süddeutschen Raum. Seit langem ist die Universität Mainz Landesleistungszentrum für Kunst-, Turm- und Synchronspringen, die zur Zeit ausschließlich aus Springer des Mainzer Schwimmverein 1901 besteht.

Die Abteilung besteht aus 4 aufeinander aufbauenden Mannschaften. Diese werden von ausgebildeten Trainern geführt. Das Kunst- und Turmspringen wird beim Mainzer Schwimmverein 1901 hauptsächlich unter wettkampfsportlichen Aspekt betrieben. Das Kunstspringen erfolgt vom federnden 1m oder 3m-Brett, das Turmspringen von 5m, 7,5m und 10m.

Obwohl die Springer keinen einzigen Turm haben in Mainz, haben wir mit Anna Bader eine der erfolgreichsten Turmspringerinnen in Deutschland. Gerade Turner, die das Gefühl von Wasser nicht missen wollen, ist Kunstspringen die ideale Sportart.

 

Wasserspringen beim Mainzer SV 1901

 

Vier glückliche Umstände waren 1970 ausschlaggebend, eine Abteilung "Wasserspringen" im Mainzer SV 01 zu gründen:

  • Mit dem Unibad wurde eine Trainingsstätte gefunden, wo zwei Sprungbretter vorhanden waren und kein Mainzer Schwimmverein Wasserfläche abgeben mußte.
  • Karl-Heinz Findeisen erhielt am damaligen Hochschulinstitut für Leibeserziehung einen Lehrauftrag für Schwimmen und Wasserspringen und war gleichzeitig schon seit 1968 Schwimmtrainer im Mainzer SV 01.
  • Die peruanische Meisterin Iris Castaneda studierte an der Mainzer Universität Publizistik und wollte sich für die Olympiade in München 1972 vorbereiten.
  • War mit Jürgen Roth ein hochtalentiertes Eigengewächs im Schwimmerlager gesichtet worden, welcher neben dem Schwimmtraining auch intensiv für die Springerei Interesse zeigte.

Diese einmalige Chance erkannte die damalige MSV-Führung Wolfgang Schuster, Albert Werner, Hans Wiegand, Erwin Traxel und die weitsichtigen SWSV-Vorsitzenden Hans Köhler und Helmut Flöser , liesen das "zarte Pflänzchen Springen" großzügig und völlig unberührt wachsen und gedeihen und freuen sich jetzt nach über 30 Jahren an den Leistungen und Erfolgen einer spektakulären olympischen Schwimmsportdisziplin.

Von 1970-1972 waren die Sprungwettbewerbe "Pausenfüller" während der Rheinl.-Pfalz Meisterschaften der Schwimmer. Von Anfang an war der damalige Sprungwart des MSV Karl-Heinz Findeisen als gleichzeitiger SWSV Sprungwart der Motor dieser Abteilung, die er insgesamt 32 Jahre geleitet hat (1970-2001) und das Leistungszentrum aufbaute. Mit Zunahme der aktiven SpringerInnen fanden 1973 die ersten Landesmeisterschaften für Frauen, Männer und alle Jugendklassen im Mainzer Unibad statt. Der "Paukenschlag" im heimischen MSV-Gewässer war der Gewinn beider Frauen und beider Männertitel durch Iris Castaneda und Jürgen Roth. Auf den ersten D-Kaderlehrgang 1975 mit dem Bundestrainer Horst Görlitz kamen 13 SpringerInnen in die Mainzer Unihalle. Der Landesleistungsbeauftrage Werner Koerper unterstützte von Beginn an diese MSV 01 Initiative.

1979-1985 waren großteils MSV'ler Rheinland-Pfalz MeisterInnen im Springen. Christine Bauer (8x), Hildegard Fleck (5x), Ruth Halama (2x), Andrea Ouandt (15x), Dieter Bauer (5x), Jörg Rudolf (4x) und Alexander Schäfer (4x) sind als Seriensieger in die Analen eingegangen.

1986 kam Gerd Neuburger zum Diplom-Sportstudium nach Mainz. Er war der kompetente Trainer für den Ausbau des Landesleistungszentrums und die Durchführung eines Talentsichtungskonzeptes. Nach dreijähriger Aufbauarbeit kam mit Winnie Lehmann 1988 das erste "Nachwuchstalent" zu Rheinland-Pfalz Titeln. Winnie wurde 1989 zusammen mit Kai Findeisen in die DSV-Jugendnationalmannschaft berufen und startete bei ihrem ersten Jugendländerkampf im Juli 1989 in Paris.

1990 wurde dank der Staatssekretärin im Kultusministerium Frau Ingrid Mickler-Becker eine Trockensprunganlage in die Hallen des Sportinstitutes eingebaut. 6 Großtrampolin's, eine Akrobahn, eine Bodenturnfläche und die fast uneingeschränkte Nutzung halfen den Mainzer Springern zusätzlich.
In den Jahren 1989-1993 hatte der MSV mit Regina Zweifel-Döbrich (62), Christiane Kilb (78), Winnie Lehmann (74), Markus Eggensberger (77), Matthias Widmaier (67) und Kai Findeisen (76) sechs aktuelle- und ehemalige DSV-Nationalkadermitglieder in seinen Reihen und wurde damit zu einer der ersten Adressen in Süddeutschland.

  • 1992 - 1995 gewinnt der MSV durch Christiane Kilb acht Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften.
  • 1995 holte Christiane Kilb bei den Jugendeuropameisterschaften in Genf Silber und belegte bei den Jugendweltmeisterschaften in Guangzhou (China) Platz 8. vom 3m Brett und Platz 10. vom Im Brett (obwohl sie sich beim letzten Sprung den Handwurzelknochen brach!).
  • 1997 erspringen sich die Frauen des MSV 01 bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Karlsruhe Platz 3 mit Christiane Kilb, Alexandra Alt, Felicia Willich, Amandine Chow.
  • 1998 gewinnen die Brüder Jan und Florian Wenskus jeweils 2 Bronzemedaillen bei der DJM vom Brett, vom Turm und in der Kombination.
  • 1999 ersprang sich Christiane Kilb bei zwei Grand Prix Meetings in Montreal und Rom mit den Plätzen 8 und 10 bei weltweiter Konkurrenz 36 Weltcuppunkte.
  • 2000 war das Jahr von Anna Bader, die als Quereinsteigerin vom Kunstturnen mit einer fabelhaften Leistung bei den DJM in die Medaillenränge kam und direkt in den D/C Kader des DSV berufen wurde. Einmalig auch die Erfolgserie der Familie Wenskus, wo Julia, Florian und Jan mindestens eine Medaille bei den DJM gewannen.
  • 2001 Deutsche Meisterschaften in Halle/Saale offene Klasse: Christiane Kilb gewinnt im Jubiläurnsjahr des MSV 1901 die erste Deutsche Meisterschaft in der Kombination. Im JO Kampf der Springerinnen" mit 34 Sprüngen hat sie sich und dem MSV ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht. Anna Bader springt in der A-Jugend vom Turm auf Platz 2 und wird in den DSV C-Kader berufen.

Die Abteilungsleiter Wasserspringen

 

1970 - 2001

Karl-Heinz Findeisen

2002 -

Gerd Neuburger

 

 

 

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