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Erstmals Gäste aus Israel am Start
Maccabi Haifa kommt zum Schwimmfest der SG Mainz/Fragezeichen hinter Freimuth

HS. – In der für die neue Wintertrainingsperiode „Am Großen Sand“ von Mombach kürzlich wieder aufgebauten Traglufthalle, genauer auf der dortigen 50-m-Bahn, rückt die SG Mainz am Wochenende mit ihrem 36. Internationalen Schwimmfest in den Blickpunkt.

 Das Meeting stand lange Jahre im Ruf, ein besonderes „Sprungbrett“ für den Nachwuchs aller Klassen und eine große Begegnungsstätte für Athleten aus dem In- und Ausland zu sein. In diesem Rahmen sorgten immer wieder Elitekönner für im internationalen Maßstab zählende Leistungen. Doch das sind Zeichen der mittlerweile schon eine Menge Jahre zurückliegenden Vergangenheit. Gern würde man zu den stolzen Pfründen von damals zurückkehren, dem Klassiker wieder strahlenden Glanz verleihen.

Auf dem Weg dahin wollte Rainer Stähler in diesem Jahr vor allem bei den Mainzer Partnerstädten um Beteiligung ihrer Schwimmer werben. Bemerkenswerter Weise ist der Meeting-Chef dabei nur in Haifa fündig geworden. Der dortige Klub Maccabi LB SC kommt mit sechs Athleten an den Rhein. „Wir freuen uns riesig auf den erstmaligen Besuch der israelischen Freunde“, bekennt Stähler. Die 23 Starts mischen sich nach den Meldezeiten aber nur in das mittlere bis gehobene Leistungsniveau der von insgesamt 15 Vereinen gebuchten 1126 Starts.

Dagegen rückt der FTC Budapest Swimming, der zweite Klub aus dem Ausland, voraussichtlich weit in den Vordergrund. Denn bei der Wiederholung ihres Vorjahrsbesuchs kommen die Ungarn mit sechs meist hochkarätigen Talenten zur SG-Fete. Nach den mitgeteilten Zeiten sollten in den weiblichen Klassen die 18-jährige Miriam Fülöp und das erst zwölfjährige Top-Talent Luca Cash-Nemeth – sie ist für die 50 m Freistil mit 27,80 Sekunden und für die 100 m Freistil mit 1:00,32 Minuten gemeldet – das Rennen um das punktbeste Resultat unter sich aus machen. Im männlichen Teil müsste der 17-jährige Adam Madarassy – er ist mit 58,92 Sekunden für die 100 m Rücken und mit 56,89 Sekunden für die 100 m Schmetterling gemeldet – überragen und sich dafür mit dem Ehrenpreis des rheinland-pfälzischen Sportministers besonders loben lassen.

Der Olympiahoffnung der Magyaren könnte höchstwahrscheinlich nur Lokalmatador Nils-Oliver Freimuth einen Strich durch die Rechnung machen. Der zurzeit noch verletzte 20-jährige Landesrekordhalter, der im Vorjahr schon mit 23,99 Sekunden über 50 m Freistil Spitze war, hat für jene Sprintstrecke und die über 50 m Schmetterling gemeldet, seine Teilnahme aber davon abhängig gemacht, dass ihm Sportarzt Dr. Grevenstein das Okay für das Comeback geben wird. „Darüber entscheidet der Doktor am Freitagabend nach dem Training. Ich hoffe es klappt. Denn ich würde bei dem Meeting gern in unserer Mannschaft schwimmen“, informierte die „Nummer eins“ der SG.

Abgesehen von Freimuth werden die Gastgeber mit ihrem immer stärker werdenden Nachwuchs bei dem „Heimspiel“ aufzutrumpfen versuchen. Die jungen Schützlinge von Cheftrainer Torsten Traxel werden von dessen Tochter Annika und von Peik Stähler, dem Filius des Meeting-Chefs, angeführt. Beide Talente wollen nach ihrer kürzlichen Berufung in den Nachwuchselite-Förderkader des Südwestdeutschen Schwimm-Verbands (SWSV) daheim schon gut auf Erfolgskurs kommen. In den Startlisten sind auch die Nachbarn USC Mainz (79 Starts) und die SG EWR Rheinhessen (185) vertreten. Der Zweitligist lässt allerdings die stärksten Kräfte zu Hause, so dass es für ihn schwierig wird, wie in den letzten beiden Jahren als bester Verein abzuschneiden.

Im dem Klubwettbewerb für den Wanderpokal der Stadt Mainz gibt Stähler diesmal dem SK Kaiserslautern (191 Starts) mehr Chancen als dem vor den Toren von Mainz bestehenden Rheinhessen-Leistungszentrum. Ausgetragen wird das Meeting in vier Wettkampfabschnitten am Samstag (ab 12 Uhr) und Sonntag (ab 9 Uhr). - AZ: 25.10.2002

 

 

 

 

 

 

© 2004 Mainzer Schwimmverein 1901 e.V.