Von Jörg-Uwe Boog
Im tief verschneiten Bayreuth ging es am letzten
Januar-Wochenende um die Süddeutschen Hallentitel. Gleichzeitig wurde auch
wieder der Süddeutsche Jugendländervergleich
ausgetragen, leider in diesem Jahr nur mit den Mannschaften aus Sachsen,
Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz (mit einer rein Mainzer Mannschaft).
Vom Wetter her hätten wir an diesem Wochenende besser einen
Langlauf-Weltcup veranstalten sollen. Schneefall begleitete uns von der Abfahrt
in Mainz am Freitag bis zum Sonntagnachmittag. Winter in Deutschland!
Die Macht der Kampfrichter
Die Wettkämpfe waren geprägt von einem sehr strengen
Wertungsniveau, m.E. zu hart für Süddeutsche Meisterschaften, und die Wertungen
waren vor allem oft zu wenig differenziert. Alles bewegte sich zwischen „5 und
6“, dabei gab es durchaus tolle Sprünge, die aber von manchem Kampfrichter
scheinbar nicht erkannt wurden. So oft habe ich mich noch nie über Wertungen
gewundert und so oft musste Gerd Neuburger wohl auch noch nicht seinen Kopf
schütteln.
11 Titel – Eunji, Marcel und Jana
gewinnen 4 offene Titel
Zu Wettkampfbeginn am Samstagvormittag holten sich Marcel
Wedemeier und Jana Boog relativ sicher die Titel bei den Herren und Damen vom
Turm. Auch der A-Jugendtitel und der Juniorentitel wurden von ihnen klar
gewonnen. Danach lief es für beide nicht mehr so gut. Viele schwere Sprünge
klappten einfach nicht wie erhofft.

Siegerehrung Turm
Jana Boog (3.v.l.), Marcel Wedemeier (4. v.l. oder v.r.)
Eine Ausnahme bildete noch der 3m-Wettkampf der Damen. Jana
kam zwar auch hier nicht fehlerfrei durch, lag aber am Ende nur 5 Punkte hinter
der Siegerin auf dem zweiten Platz. Die Überraschung in diesem Wettkampf war
aber Mirja Stähler, die sich seit langer Zeit mal wieder im Wettkampf auf das
olympische Brett begab, und mit nur knapp 8 Punkten zurück tolle Dritte wurde.
Platz vier belegte mit zwei Punkten Abstand Eunji Lee (die ersten 4 lagen
gerade mal 15 Punkte auseinander!) und Lena kam auf Platz acht.

Siegerehrung 3m-Brett
Jana Boog (2.v.l.), Eunji Lee (3.v.r.), Marcel Wedemeier (2.v.r.), Mirja Stähler (o.Abb.)
Vom 1m-Brett stand dann aber Eunji ganz oben. Mit ihrem abschließenden starken 1
½ Delphin gehechtet schob sie sich im letzten Wettkampf des Wochenendes noch
von Rang 3 auf den 1. Platz! Mirja kam hier auf Platz vier, Jana wurde Sechste
und Ronja Achte. Bei den Männern wurde Marcel von diesem Brett Dritter, vom
3m-Brett hatte er mit einem missglückten 3 ½ vorwärts gehockt alle Chancen auf
den Titel verloren und wurde leider nur Vierter.
Die Juniorentitel von beiden Brettern gingen an Marcel und
Eunji.
Nachwuchs noch mit Nachholbedarf
In der D-Jugend als jüngster Altersklasse stellten sich
Jella Schneider und Jannick Gimmer bravourös der großen Aufgabe vom 1m- und
3m-Brett und vertraten erstmals den SWSV im Süddeutschen Jugendländervergleich.
Sie sahen aber bei ihrer direkten Konkurrenz aus Sachsen und Bayern auch, dass
sie noch Einiges lernen können. Die nächsten Trainingsaufgaben warten nun
schon! Vom 1m-Brett konnten sie schon die Programme der Süddeutschen
Jahrgangsmeisterschaften springen und kamen jeweils nach guten Sprüngen auf den
vierten Platz.
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 Ländervergleich
3m-Brett D-Jugend Jannick Gimmer (1.v.r.)
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 Siegerehrung 1m-Brett ml. D-Jugend Jannick Gimmer ( 1.v.r.)
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Auch Nora Müller und Nadine Rehm in der C-Jugend konnten mit
den Spitzenspringerinnen aus Dresden und München noch nicht mithalten und belegten
auf dem 1m-Brett die Plätze 3 bzw. 4. Nora startete auch im
Ländervergleich und belegte von beiden Bretthöhen den vierten Rang.
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 Nora Müller
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 Nadine Rehm
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Linda verhindert Sachsens Durchmarsch!
In der B-Jugend absolvierte Linda Raimer wieder zwei sehr
gute Wettkämpfe. Ihr Glanzstück lieferte sie auf dem abschließenden 1m-Brett
ab, als sie in der Ländervergleichswertung ihre Konkurrentin aus Leipzig um 12
Punkte hinter sich ließ und damit den einzigen Einzelsieg gegen die Mannschaft
aus Sachsen erringen konnte.

Ländervergleich
1m-Brett B-Jugend
David Güllich (1.v.l.), Linda Raimer (2.v.r.)
In der Meisterschaftswertung wurde sie Zweite mit der
punktbesten Leistung unserer Mannschaft. Auch vom 3m-Brett zeigte sie saubere
Sprünge und wurde hier Zweite im Ländervergleich und Dritte in der
Meisterschaftswertung. David Güllich hatte nach seiner langen Pause im letzten
Jahr vom 3m-Brett noch einige Probleme seine Sprünge sauber ins Wasser zu
bekommen, wurde aber im Ländervergleich Zweiter, wie auch vom 1m-Brett. Von
dieser Höhe zeigte er aber schon wieder richtig gute Sprünge und ließ in der
Meisterschaftswertung seine beiden Konkurrenten aus Sachsen nicht zu weit
enteilen. Der dritte Platz kann da durchaus als Erfolg gewertet werden.
Die Wettkämpfe der weiblichen A-Jugend waren aus Mainzer
Sicht wieder besonders interessant, da wir vom 1m-Brett mit 4 Aktiven am Start
waren. Bis zur Kür lag Jana in Führung, dann folgten mit den schweren 2 ½
vorwärts gehockt und 1 ½ Auerbach gehechtet zwei nicht so geglückte Sprünge und
die Spitze war weg. Am Ende gab es für sie Bronze vor der ihr Standardprogramm
sauber springenden Ronja Wegener und Lena Fischer.

Siegerehrung 1m-Brett
A-Jugend
Jana Boog (3.v.r.), Ronya Wegner (2.v.r.), Linda Fischer (1.v.r.)
Die Vierte im Bunde, Mirja, sprang in der
Ländervergleichswertung auf Platz drei knapp hinter Sachsen und Bayern und
hätte mit einem Sprung mehr sicher auch gute Medaillenchancen in der
Meisterschaftsrunde gehabt.

Ländervergleich
1m-Brett A-Jugend
Mirja Stähler (2.v.r.)
Vom 3m-Brett war Jana nur im Ländervergleich am Start und
lag dabei am Ende direkt hinter der Siegerin aus Dresden auf Rang Zwei.
Der bedingt durch seine Ausbildung nur noch reduziert
trainierende Dirk Hanebutte sprang in dieser Altersklasse auch nur den
Ländervergleich und wurde dabei vom 1m-Brett Zweiter und vom Dreier Dritter.

Ländervergleich 3m-Brett
A-Jugend
Jana Boog (2.v.l.), Dirk Hanebutte (1.v.r.)
Platz Drei im 59. Süddeutschen
Ländervergleich
Der Sieg im Süddeutschen Jugendländervergleich ging zum
wiederholten Mal fast unangefochten nach Sachsen. Die Springerauswahl aus
Dresden und Leipzig gewann 7 von 8 Wettbewerben, nur Linda konnte wie oben
schon erwähnt diese Übermacht einmal brechen. 110 Punkte für Sachsen, 64 Punkte
für die Zweitplazierten Bayern und knapp dahinter mit 60 Punkten das Team aus
Rheinland-Pfalz bzw. vom Mainzer SV, vor der Mannschaft aus Thüringen mit 26
Punkten lautete der Endstand.

Siegerehrung
Süddeutscher Jugendländervergleich
Im Dauereinsatz als Trainer und Motivator war am Beckenrand
unser Chefcoach Gerd Neuburger und als Kampfrichter der SWSV-Sprungwart
Karl-Heinz Findeisen. Danke dafür!
Neben häufigem „Auto vom Schnee befreien“ gab es als
Rahmenprogramm einen gemeinsamen Kinobesuch, während der dritte Fahrer in der
Jugendherberge von den zwei Nichtkinogängern „Uno extreme“, „11er raus“ und
„Dinosaurier-Quartett“ wieder erlernte.