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Allgemeine Zeitung Mainz

34. Süddeutsche Hallenmeisterschaften / 59. Süddeutscher Jugendländervergleichskampf

Springer im Schnee

01.02.2010


Von Jörg-Uwe Boog

Im tief verschneiten Bayreuth ging es am letzten Januar-Wochenende um die Süddeutschen Hallentitel. Gleichzeitig wurde auch wieder der Süddeutsche Jugendländervergleich  ausgetragen, leider in diesem Jahr nur mit den Mannschaften aus Sachsen, Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz (mit einer rein Mainzer Mannschaft).
Vom Wetter her hätten wir an diesem Wochenende besser einen Langlauf-Weltcup veranstalten sollen. Schneefall begleitete uns von der Abfahrt in Mainz am Freitag bis zum Sonntagnachmittag. Winter in Deutschland!

Die Macht der Kampfrichter

Die Wettkämpfe waren geprägt von einem sehr strengen Wertungsniveau, m.E. zu hart für Süddeutsche Meisterschaften, und die Wertungen waren vor allem oft zu wenig differenziert. Alles bewegte sich zwischen „5 und 6“, dabei gab es durchaus tolle Sprünge, die aber von manchem Kampfrichter scheinbar nicht erkannt wurden. So oft habe ich mich noch nie über Wertungen gewundert und so oft musste Gerd Neuburger wohl auch noch nicht seinen Kopf schütteln.

11 Titel – Eunji, Marcel und Jana gewinnen 4 offene Titel

Zu Wettkampfbeginn am Samstagvormittag holten sich Marcel Wedemeier und Jana Boog relativ sicher die Titel bei den Herren und Damen vom Turm. Auch der A-Jugendtitel und der Juniorentitel wurden von ihnen klar gewonnen. Danach lief es für beide nicht mehr so gut. Viele schwere Sprünge klappten einfach nicht wie erhofft.


Siegerehrung Turm
Jana Boog (3.v.l.), Marcel Wedemeier (4. v.l. oder v.r.)

Eine Ausnahme bildete noch der 3m-Wettkampf der Damen. Jana kam zwar auch hier nicht fehlerfrei durch, lag aber am Ende nur 5 Punkte hinter der Siegerin auf dem zweiten Platz. Die Überraschung in diesem Wettkampf war aber Mirja Stähler, die sich seit langer Zeit mal wieder im Wettkampf auf das olympische Brett begab, und mit nur knapp 8 Punkten zurück tolle Dritte wurde. Platz vier belegte mit zwei Punkten Abstand Eunji Lee (die ersten 4 lagen gerade mal 15 Punkte auseinander!) und Lena kam auf Platz acht.


Siegerehrung 3m-Brett
Jana Boog (2.v.l.), Eunji Lee (3.v.r.), Marcel Wedemeier (2.v.r.), Mirja Stähler (o.Abb.)

Vom 1m-Brett stand dann aber Eunji  ganz oben. Mit ihrem abschließenden starken 1 ½ Delphin gehechtet schob sie sich im letzten Wettkampf des Wochenendes noch von Rang 3 auf den 1. Platz! Mirja kam hier auf Platz vier, Jana wurde Sechste und Ronja Achte. Bei den Männern wurde Marcel von diesem Brett Dritter, vom 3m-Brett hatte er mit einem missglückten 3 ½ vorwärts gehockt alle Chancen auf den Titel verloren und wurde leider nur Vierter.
Die Juniorentitel von beiden Brettern gingen an Marcel und Eunji.

Nachwuchs noch mit Nachholbedarf

In der D-Jugend als jüngster Altersklasse stellten sich Jella Schneider und Jannick Gimmer bravourös der großen Aufgabe vom 1m- und 3m-Brett und vertraten erstmals den SWSV im Süddeutschen Jugendländervergleich. Sie sahen aber bei ihrer direkten Konkurrenz aus Sachsen und Bayern auch, dass sie noch Einiges lernen können. Die nächsten Trainingsaufgaben warten nun schon! Vom 1m-Brett konnten sie schon die Programme der Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften springen und kamen jeweils nach guten Sprüngen auf den vierten Platz.


 Ländervergleich 3m-Brett D-Jugend
Jannick Gimmer (1.v.r.)


Siegerehrung 1m-Brett ml. D-Jugend
Jannick Gimmer ( 1.v.r.)
 

Auch Nora Müller und Nadine Rehm in der C-Jugend konnten mit den Spitzenspringerinnen aus Dresden und München noch nicht mithalten und belegten auf dem 1m-Brett die Plätze 3 bzw. 4. Nora startete auch im Ländervergleich und belegte von beiden Bretthöhen den vierten Rang.



Nora Müller


Nadine Rehm

Linda verhindert Sachsens Durchmarsch!

In der B-Jugend absolvierte Linda Raimer wieder zwei sehr gute Wettkämpfe. Ihr Glanzstück lieferte sie auf dem abschließenden 1m-Brett ab, als sie in der Ländervergleichswertung ihre Konkurrentin aus Leipzig um 12 Punkte hinter sich ließ und damit den einzigen Einzelsieg gegen die Mannschaft aus Sachsen erringen konnte.


Ländervergleich 1m-Brett B-Jugend
David Güllich (1.v.l.), Linda Raimer (2.v.r.)

In der Meisterschaftswertung wurde sie Zweite mit der punktbesten Leistung unserer Mannschaft. Auch vom 3m-Brett zeigte sie saubere Sprünge und wurde hier Zweite im Ländervergleich und Dritte in der Meisterschaftswertung. David Güllich hatte nach seiner langen Pause im letzten Jahr vom 3m-Brett noch einige Probleme seine Sprünge sauber ins Wasser zu bekommen, wurde aber im Ländervergleich Zweiter, wie auch vom 1m-Brett. Von dieser Höhe zeigte er aber schon wieder richtig gute Sprünge und ließ in der Meisterschaftswertung seine beiden Konkurrenten aus Sachsen nicht zu weit enteilen. Der dritte Platz kann da durchaus als Erfolg gewertet werden.
Die Wettkämpfe der weiblichen A-Jugend waren aus Mainzer Sicht wieder besonders interessant, da wir vom 1m-Brett mit 4 Aktiven am Start waren. Bis zur Kür lag Jana in Führung, dann folgten mit den schweren 2 ½ vorwärts gehockt und 1 ½ Auerbach gehechtet zwei nicht so geglückte Sprünge und die Spitze war weg. Am Ende gab es für sie Bronze vor der ihr Standardprogramm sauber springenden Ronja Wegener und Lena Fischer.


Siegerehrung 1m-Brett A-Jugend
Jana Boog (3.v.r.), Ronya Wegner (2.v.r.), Linda Fischer (1.v.r.)

Die Vierte im Bunde, Mirja, sprang in der Ländervergleichswertung auf Platz drei knapp hinter Sachsen und Bayern und hätte mit einem Sprung mehr sicher auch gute Medaillenchancen in der Meisterschaftsrunde gehabt.


Ländervergleich 1m-Brett A-Jugend
Mirja Stähler (2.v.r.)

Vom 3m-Brett war Jana nur im Ländervergleich am Start und lag dabei am Ende direkt hinter der Siegerin aus Dresden auf Rang Zwei.
Der bedingt durch seine Ausbildung nur noch reduziert trainierende Dirk Hanebutte sprang in dieser Altersklasse auch nur den Ländervergleich und wurde dabei vom 1m-Brett Zweiter und vom Dreier Dritter.


Ländervergleich 3m-Brett A-Jugend
Jana Boog (2.v.l.), Dirk Hanebutte (1.v.r.)

Platz Drei im 59. Süddeutschen Ländervergleich

Der Sieg im Süddeutschen Jugendländervergleich ging zum wiederholten Mal fast unangefochten nach Sachsen. Die Springerauswahl aus Dresden und Leipzig gewann 7 von 8 Wettbewerben, nur Linda konnte wie oben schon erwähnt diese Übermacht einmal brechen. 110 Punkte für Sachsen, 64 Punkte für die Zweitplazierten Bayern und knapp dahinter mit 60 Punkten das Team aus Rheinland-Pfalz bzw. vom Mainzer SV, vor der Mannschaft aus Thüringen mit 26 Punkten lautete der Endstand.


Siegerehrung Süddeutscher Jugendländervergleich

Im Dauereinsatz als Trainer und Motivator war am Beckenrand unser Chefcoach Gerd Neuburger und als Kampfrichter der SWSV-Sprungwart Karl-Heinz Findeisen. Danke dafür!
Neben häufigem „Auto vom Schnee befreien“ gab es als Rahmenprogramm einen gemeinsamen Kinobesuch, während der dritte Fahrer in der Jugendherberge von den zwei Nichtkinogängern „Uno extreme“, „11er raus“ und „Dinosaurier-Quartett“ wieder erlernte.

 

 

 

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