Von Marcel Friederich
Mit 34 Landestiteln haben die Wasserspringer des Mainzer SV ihre Vormachtstellung in Rheinland-Pfalz klar und deutlich unterstrichen. Die Schützlinge von MSV-Coach Gerd Neuburger überzeugten mit rundum guten Leistungen und dominierten die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft in Mainz nach Belieben. "Das Gesamtbild war sehr erfreulich. Besonders die Mädels haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Breite richtig stark sind", lobte Neuburger seine Sportler. In vielen Wettbewerben waren die 40 MSV-Athleten ohnehin unter sich.
Die meisten Titel sammelte fast traditionell Jana Boog. Die 17-Jährige siegte drei Mal im Einzel und zwei Mal im Synchronspringen, "wobei man sagen muss", so Neuburger, "dass die drei Einzeltitel in der offenen Klasse jeweils an verschiedene Springerinnen gegangen sind". Mit starken Leistungen triumphierte Boog vom Fünf-Meter-Turm (235,80 Punkte), die 18-jährige Eunji Lee vom Drei-Meter-Brett (209,95) und die 15-jährige Mirja Stähler vom Ein-Meter-Brett (226,55). Besonders die Vorstellung von Stähler beeindruckte den MSV-Coach, "da Mirja in der Vergangenheit eine Menge Rückschläge wegstecken musste, unter anderem eine Ohren-OP". Umso höher seien ihre Leistungen einzuschätzen, vor allem vom Ein-Brett-Meter, zumal sie mit 15 Jahren die Jüngste der Topathleten ist.
Dagegen musste Boog vom Ein-Meter-Brett etwas Federn lassen, "doch genau das zeichnet unsere Mannschaft aus: Wenn es bei einer Springerin mal nicht so gut klappt, funktioniert es dafür bei den anderen umso besser", betonte Neuburger. "Wir haben viele Leistungsträger, nicht nur Jana." In der offenen Klasse der Männer sammelte Marcel Wedemeier zwei Titel, sein Kumpel Benjamin Sunde landete in den engen und spannenden Wettkämpfen einmal ganz vorne. "Doch es ist ganz klar", so Neuburger, "dass die Qualität und Quantität bei den Mädels deutlich besser ist als bei den Jungs."
Weitere MSV-Erfolge feierten Dirk Hanebutte, Linda Raimer, David Güllich, Nora Müller, Lars Kaufmann, Nadine Rehm, Eva-Marie Magda, Jannick Gimmer, Jella Schneider, Antonie Nyenhuis, Victoria Albert und Johann Weisenberger. Ein Sonderlob verdienten sich Boog, Stähler, Lee und Sunde, "weil sie nicht nur selbst gestartet sind, sondern auch die kleinen Springer betreut haben". Der nächste Wettkampf sind die Süddeutschen Meisterschaften am 30./31. Januar. Zwei Wochen später werden die Deutschen Meisterschaften ausgetragen.