Geschichte des Wasserspringens beim Mainzer Schwimmverein
Vier glückliche Umstände waren 1970 ausschlaggebend, eine Abteilung "Wasserspringen" im Mainzer SV 01 zu gründen:
- Mit dem Unibad gab es eine Trainingsstätte, in der mehrere Sprungbretter vorhanden waren und kein Mainzer Schwimmverein Wasserfläche abgeben musste.
- Karl-Heinz Findeisen erhielt am damaligen Hochschulinstitut für Leibeserziehung einen Lehrauftrag für Schwimmen und Wasserspringen und war gleichzeitig schon seit 1968 Schwimmtrainer im Mainzer SV 01.
- Die peruanische Meisterin Iris Castaneda studierte an der Mainzer Universität Publizistik und wollte sich für die Olympiade in München 1972 vorbereiten.
- Mit Jürgen Roth war ein hochtalentiertes Eigengewächs im Schwimmerlager gesichtet worden, der neben dem Schwimmtraining auch für die Springerei intensives Interesse zeigte.
Diese einmalige Chance erkannte die damalige MSV-Führung. Wolfgang Schuster, Albert Werner, Hans Wiegand, Erwin Traxel und die weitsichtigen SWSV-Vorsitzenden Hans Köhler und Helmut Flöser ließen das "zarte Pflänzchen Springen" großzügig und völlig unberührt wachsen und gedeihen. Verein, Verband, Eltern und Aktive freuen sich auch nach jetzt 40 Jahren über die Leistungen und Erfolgen immer wieder neuer Nachwuchssportler in einer spektakulären olympischen Schwimmsportdisziplin.
Von 1970-1972 waren die Sprungwettbewerbe "Pausenfüller" während der Rheinl.-Pfalz Meisterschaften der Schwimmer. Von Anfang an war der damalige Sprungwart des MSV Karl-Heinz Findeisen als gleichzeitiger SWSV Sprungwart der Motor dieser Abteilung, die er insgesamt 32 Jahre geleitet hat (1970-2001) und das Leistungszentrum aufbaute. Mit Zunahme der aktiven SpringerInnen fanden 1973 die ersten Landesmeisterschaften für Frauen, Männer und alle Jugendklassen im Mainzer Unibad statt. Der "Paukenschlag" im heimischen MSV-Gewässer war der Gewinn beider Frauen und beider Männertitel durch Iris Castaneda und Jürgen Roth. Auf den ersten D-Kaderlehrgang 1975 mit dem Bundestrainer Horst Görlitz kamen 13 SpringerInnen in die Mainzer Unihalle. Der Landesleistungsbeauftragte Werner Koerper unterstützte von Beginn an diese MSV 01 Initiative.
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1979-1985 waren großteils MSV'ler Rheinland-Pfalz MeisterInnen im Springen. Christine Bauer (8x), Hildegard Fleck (5x), Ruth Halama (2x), Andrea Ouandt (15x), Dieter Bauer (5x), Jörg Rudolf (4x) und Alexander Schäfer (4x) sind als Seriensieger in die Analen eingegangen. |

1986 kam Gerd Neuburger zum Diplom-Sportstudium nach Mainz. Er war der kompetente Trainer für den Ausbau des Landesleistungszentrums und die Durchführung eines Talentsichtungskonzeptes. Nach dreijähriger Aufbauarbeit kam mit Winnie Lehmann 1988 das erste "Nachwuchstalent" zu Rheinland-Pfalz Titeln. Winnie wurde 1989 zusammen mit Kai Findeisen in die DSV-Jugendnationalmannschaft berufen und startete bei ihrem ersten Jugendländerkampf im Juli 1989 in Paris.
Vier glückliche Umstände waren 1970 ausschlaggebend, eine Abteilung "Wasserspringen" im Mainzer SV 01 zu gründen:
- Mit dem Unibad gab es eine Trainingsstätte, in der mehrere Sprungbretter vorhanden waren und kein Mainzer Schwimmverein Wasserfläche abgeben musste.
- Karl-Heinz Findeisen erhielt am damaligen Hochschulinstitut für Leibeserziehung einen Lehrauftrag für Schwimmen und Wasserspringen und war gleichzeitig schon seit 1968 Schwimmtrainer im Mainzer SV 01.
- Die peruanische Meisterin Iris Castaneda studierte an der Mainzer Universität Publizistik und wollte sich für die Olympiade in München 1972 vorbereiten.
- Mit Jürgen Roth war ein hochtalentiertes Eigengewächs im Schwimmerlager gesichtet worden, der neben dem Schwimmtraining auch für die Springerei intensives Interesse zeigte.
Diese einmalige Chance erkannte die damalige MSV-Führung. Wolfgang Schuster, Albert Werner, Hans Wiegand, Erwin Traxel und die weitsichtigen SWSV-Vorsitzenden Hans Köhler und Helmut Flöser ließen das "zarte Pflänzchen Springen" großzügig und völlig unberührt wachsen und gedeihen. Verein, Verband, Eltern und Aktive freuen sich auch nach jetzt 40 Jahren über die Leistungen und Erfolgen immer wieder neuer Nachwuchssportler in einer spektakulären olympischen Schwimmsportdisziplin.
Von 1970-1972 waren die Sprungwettbewerbe "Pausenfüller" während der Rheinl.-Pfalz Meisterschaften der Schwimmer. Von Anfang an war der damalige Sprungwart des MSV Karl-Heinz Findeisen als gleichzeitiger SWSV Sprungwart der Motor dieser Abteilung, die er insgesamt 32 Jahre geleitet hat (1970-2001) und das Leistungszentrum aufbaute. Mit Zunahme der aktiven SpringerInnen fanden 1973 die ersten Landesmeisterschaften für Frauen, Männer und alle Jugendklassen im Mainzer Unibad statt. Der "Paukenschlag" im heimischen MSV-Gewässer war der Gewinn beider Frauen und beider Männertitel durch Iris Castaneda und Jürgen Roth. Auf den ersten D-Kaderlehrgang 1975 mit dem Bundestrainer Horst Görlitz kamen 13 SpringerInnen in die Mainzer Unihalle. Der Landesleistungsbeauftragte Werner Koerper unterstützte von Beginn an diese MSV 01 Initiative.
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1979-1985 waren großteils MSV'ler Rheinland-Pfalz MeisterInnen im Springen. Christine Bauer (8x), Hildegard Fleck (5x), Ruth Halama (2x), Andrea Ouandt (15x), Dieter Bauer (5x), Jörg Rudolf (4x) und Alexander Schäfer (4x) sind als Seriensieger in die Analen eingegangen. 1986 kam Gerd Neuburger zum Diplom-Sportstudium nach Mainz. Er war der kompetente Trainer für den Ausbau des Landesleistungszentrums und die Durchführung eines Talentsichtungskonzeptes. Nach dreijähriger Aufbauarbeit kam mit Winnie Lehmann 1988 das erste "Nachwuchstalent" zu Rheinland-Pfalz Titeln. Winnie wurde 1989 zusammen mit Kai Findeisen in die DSV-Jugendnationalmannschaft berufen und startete bei ihrem ersten Jugendländerkampf im Juli 1989 in Paris. |
1990 wurde dank der Staatssekretärin im Kultusministerium, Frau Ingrid Mickler-Becker,
eine Trockensprunganlage in die Hallen des Sportinstitutes eingebaut. 6 Großtrampoline, eine Akrobahn, eine Bodenturnfläche und die fast uneingeschränkte Nutzung halfen den Mainzer Springern
zusätzlich.
In den Jahren 1989-1993 hatte der MSV mit Regina Zweifel-Döbrich (Jg. 62), Christiane Kilb (78), Winnie Lehmann (74), Markus Eggensberger (77), Matthias Widmaier (67) und Kai Findeisen (76) sechs
aktuelle- und ehemalige DSV-Nationalkadermitglieder in seinen Reihen und wurde damit zu einer der ersten Adressen in Süddeutschland.
Es begann die erfolgreichste Phase der MSV-Springer national und international.
- 1992 - 1995 gewinnt der MSV durch Christiane Kilb acht Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften.
- 1995 holte Christiane Kilb bei den Jugendeuropameisterschaften in Genf Silber und belegte bei den Jugendweltmeisterschaften in Guangzhou (China) Platz 8. vom 3m Brett und Platz 10. vom Im Brett (obwohl sie sich beim letzten Sprung den Handwurzelknochen brach!).
- 1997 erspringen sich die Frauen des MSV 01 bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Karlsruhe Platz 3 mit Christiane Kilb, Alexandra Alt, Felicia Willich und Amandine Chow.
- 1998 gewinnen die Brüder Jan und Florian Wenskus jeweils 2 Bronzemedaillen bei der DJM vom Brett, vom Turm und in der Kombination.
- 1999 ersprang sich Christiane Kilb bei zwei Grand Prix Meetings in Montreal und Rom mit den Plätzen 8 und 10 bei weltweiter Konkurrenz 36 Weltcuppunkte.
- 2000 war das Jahr von Anna Bader, die als Quereinsteigerin vom Kunstturnen mit einer fabelhaften Leistung bei den DJM in die Medaillenränge kam und direkt in den D/C Kader des DSV berufen wurde. Einmalig auch die Erfolgserie der Familie Wenskus, wo Julia, Florian und Jan jeweils mindestens eine Medaille bei den DJM gewannen.
- 2001: Deutsche Meisterschaften in Halle/Saale offene Klasse, Christiane Kilb gewinnt im Jubiläumsjahr des MSV 1901 die erste Deutsche Meisterschaft in der Kombination. Im „10-Kampf der Springerinnen" mit 34 Sprüngen hat sie sich und dem MSV ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht. Anna Bader springt in der A-Jugend vom Turm auf Platz 2 und wird in den DSV C-Kader berufen.
- 2002: Christiane Kilb wiederholt ihren Vorjahressieg in der Kombination der Frauen gleich zweimal. Sie wird im Winter Deutsche Meisterin in Aachen und im Sommer in Berlin. Anna Bader gewinnt an gleicher Stelle ihre ersten beiden Kombinationsmeisterschaften bei den Juniorinnen und gewinnt dabei noch weitere 4 Bronzemedaillen von 1m und Turm bzw. von 3m und Turm. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften wird das Damenteam des MSV mit Christiane Kilb und Anna Bader zusammen mit Alexandra Alt vom Höchster SV Dritter. Im parallel ausgesprungenen DSV-Kürpokal wird Christiane Dritte vom 1m-Brett. Florian Wenskus gewinnt bei den A-Jugend-Meisterschaften im Winter Bronze vom Turm und Marlo Schweikhardt beim DSV-Sichtungswettkampf ebenfalls Bronze in der Landüberprüfung.
- 2003: Bei der Winter-DM in Aachen gewinnt Christiane Kilb wieder den Titel in der Kombination. Anna Bader macht es ihr bei den Juniorinnen mit dem Kombititel nach und belegt dabei jeweils Platz Drei vom Turm und dem 3m-Brett. Bei den Sommermeisterschaften in Leipzig werden Christiane in der offenen Klasse und Anna wiederum bei den Juniorinnen Vizemeisterinnen in der Kombination. Bei der DM der A-Jugend im Februar in Halle wird Janine Wedemeier Dritte vom 1m-Brett und wiederholt diesen Erfolg bei den Sommermeisterschaften in Berlin. Dort gewinnt sie im Synchronspringen vom 3m-Brett mit Sharon Bange eine weitere Bronzemedaille.
- 2004: Das Paar Anna Bader und Ina Schmitt gewinnen bei der DM in Aachen im Synchronspringen die Bronzemedaille. Beim Sichtungswettkampf des DSV in Mainz für die 10 und 11-jährigen Nachwuchshoffnungen gewinnt Mirja Stähler den Wettkampf vom 1m-Brett und wird Zweite in der Kombinationswertung.
- 2005: Beim DSV-Sichtungswettkampf wird Mirja jeweils Dritte von 1m und 3m. Sharon Bange wird bei Zweite auf dem 1m-Brett in ihrem ersten A-Jugend-Jahr.
- 2006: DM der A-Jugend in Aachen. Doppelsieg vom 1m-Brett durch Sharon Bange auf Platz 1 vor Yunji Lee. Ebenfalls auf Platz Zwei kommt Benjamin Sunde im Turmwettkampf.
- 2007: DM der A/B und C-Jugend im Februar in Rostock bzw. Dresden. Benjamin Sunde gewinnt die Titel vom Turm und in der Kombination und wird jeweils Zweiter vom 1m- und 3m-Brett. Jana Boog gewinnt ihre ersten drei DJM-Medaillen mit Platz Zwei vom 1m-Brett und jeweils Platz Drei vom Turm und in der Kombination. Hinzu kommt in Dresden der Dritte Platz von Mirja Stähler vom 1m-Brett. Bei den Sommermeisterschaften in Aachen packt Benjamin noch eins drauf und wird Deutscher A-Jugend-Meister vom 3m-Brett, Turm und in der Kombi. Bronze gewinnt er vom 1m-Brett. Mirja und Jana werden Dritte im Synchronspringen vom 3m-Brett der A/B-Jugend.
- 2008: Leider ein Jahr ohne DSV-Medaille. Der erste Springer-Duo-Cup wird im November vom MSV ausgerichtet.
- 2009: Dreimal Bronze gehen bei den deutschen Meisterschaften der A-Jugend und der Junioren nach Mainz, Benjamin Sunde und Jana Boog vom Turm, Marcel Wedemeier vom 3m-Brett.
- 2010: Marcel Wedemeier gewinnt im Winter und bei den Sommermeisterschaften jeweils die DM-Titel bei den Junioren vom Turm und in der Kombination. Eunji Lee gewinnt die Junioren DM-Titel bei den Sommermeisterschaften vom 1m- und 3m-Brett. Jana Boog holt sich in der A-Jugend die deutsche Meisterschaft in der Kombination und gewinnt dabei zweimal Silber von 1m und 3m und Bronze vom Turm. Der Mainzer Springer-Cup wird zum dritten Mal ausgerichtet, wird international und kommt immer besser in der Springerszene an.
- 2011: Das Jahr startet mit 7 Süddeutschen Meistertiteln im Januar in Mainz. Im Februar folgen dann 32 Titel bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften.
- Eine neue Ära beginnt im Wasserspringen im SWSV, Benjamin Sunde löst Karl-Heinz Findeisen nach 40 Jahren als Sprungwart im Verband ab. Im Juni schneiden die MSV-Aktiven bei den offenen Deutschen Meisterschaften in Halle sehr erfolgreich ab. Benjamin Sunde und Marcel Wedemeier landen bei den Herren in der Kombination über alle drei Höhen einen Doppelsieg. Die erste offene Deutsche Meisterschaft für Benjamin. Bei den Juniorinnen gewinnt Jana Boog von 1m und 3m
- die Titel und vom Turm die Bronzemedaille. Damit gewinnt sie auch den Kombititel. Von den Süddeutschen Sommermeisterschaften in Frankfurt bringen unsere Springer 10 Titel und insgesamt 28 Medaillen mit nach Mainz. Und bei den Landestitelkämpfen im „Sommer“ (aus Termingründen erst im Oktober) bleiben dann sogar 44 Titel im Verein.
- 2012: Das Jahr beginnt mit einem Mammutwettkampf vom 3m-Brett von Marcel Wedemeier. Als erster Rheinland-Pfälzer springt er sich von Vorkampf über Halbfinale sensationell ins Finale! Am Ende schenkt er Cheftrainer Gerd zum 50. Geburtstag einen 12 Platz und die Bronzemedaille in der Herrenkombi. Jana Boog gewinnt bei den Juniorinnen Silber auf dem 1m-Brett und Gold auf dem 3m-Brett. Bei den folgenden Süddeutschen Meisterschaften in Mainz bleiben sogar 17 Titel und gesamt 29 Medaillen beim gastgebenden Verein.
Fortsetzung folgt...
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Mit freundlicher Unterstützung der
VR-Bank Mainz
Schwimmbadfest Sonntag den 19.08.2012
2. Mainzer
24-Stunden
Team-Verfolgung
in Mombach
23./24. Juni 2012
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